Künstler


Oliver Ressler

Oliver Ressler, geboren 1970 in Knittelfeld, Österreich, lebt und arbeitet in Wien. 1989–1995 Hochschule für angewandte Kunst, Wien

Oliver Ressler ist ein Künstler und Filmemacher, der Installationen, Arbeiten im Außenraum und Filme zu Themen wie Ökonomie, Demokratie, Klimawandel, Widerstandsformen und gesellschaftlichen Alternativen realisiert.
Im Laufe der Jahre hat er mit den KünstlerInnen Zanny Begg (Sydney), Ines Doujak (Wien), Martin Krenn (Wien), Carlos Motta (New York), Gregory Sholette (New York), David Thorne (Los Angeles) und dem Politikwissenschaftler Dario Azzellini (Caracas/Berlin) zusammen gearbeitet.
Oliver Ressler hatte Einzelausstellungen in großen Kunstinstitutionen, darunter das Berkeley Art Museum USA, Platform Garanti Contemporary Art Center in Istanbul, Museum of Contemporary Art in Belgrad, Centro Cultural Conde Duque in Madrid, Bunkier Sztuki Contemporary Art Gallery in Krakau, der Kunstraum der Universität Lüneburg, Kalmar Art Museum in Schweden, Alexandria Contemporary Arts Forum in Ägypten, The Cube Project Space in Taipei, Wyspa Institute of Art in Danzig und LENTOS Kunstmuseum Linz.

Ressler nahm an über 250 Gruppenausstellungen teil. Unter anderem 2014 im Museo Reina Sofía in Madrid, SALT Beyoğlu in Istanbul, Espai d’art contemporani de Castelló in Spanien; 2013 im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco, Castello di Rivoli in Turin, Museum of Contemporary Art in Krakau,Lofoten International Art Festival – LIAF in Norwegen, International Contemporary Arts Festival in Riga, Steirischer Herbst in Graz, ZKM in Karlsruhe; 2012 bei Kadist Foundation in Paris, Artspace in Sydney, Tirana Architecture Week, DOX Center for Contemporary Art in Prag; 2011 im Van Abbe Museum in Eindhoven, MASSMoCA in North Adams, USA, Museum of Contemporary Art Vojvodina in Novi Sad, Centro Andaluz de Arte Contemporáneo – CAAC in Sevilla, Museo de Arte Carrillo Gil in Mexico Stadt; 2010 im National Museum of Contemporary Art in Athen, Raven Row in London, Nottingham Contemporary, Overgaden in Kopenhagen und Museum Berardo Collection in Lissabon.

Oliver Ressler war darüber hinaus an den Biennalen in Prag (2005), Sevilla (2006), Moskau (2007), Taipei (2008), Lyon (2009), Gyumri (2012), Venedig (2013), Athen (2013), Helsinki (2014), Marrakesch (2014) und Quebec (2014) beteiligt.

Schon Jahre vor der Finanz- und Ökonomiekrise 2008 betrieb Ressler Forschungen in Bezug auf Alternativen zum Kapitalismus, Alternative Economics, Alternative Societies (2003–2008), die zu 21 Ausstellungen auf der ganzen Welt und 16 Videoproduktionen führten. Resslers Buch Alternative Economics, Alternative Societies wurde 2007 vom Wyspa Institute of Art in Danzig auf Englisch und 2008 im Promedia Verlag in Wien in deutscher Sprache herausgegeben.

Seit Resslers erster Filmproduktion Rote Zora im Jahr 2000 realisierte er 20 Filme. Drei davon in Zusammenarbeit mit Dario Azzellini über die politischen Vorgänge in Venezuela und drei weitere über die Antiglobalisierungsbewegung. Seine Filme wurden bei tausenden Veranstaltungen von sozialen Bewegungen, Kunstinstitutionen und Filmfestivals gezeigt, darunter das European Media Art Festival in Osnabrück; Lisbon International Independent Film Festival in Lissabon, Antenna Documentary Festival in Sydney, FILMETS Badalona Film Festival in Barcelona, Impakt in Utrecht, Kasseler Dokumentarfilm- & Videofest, Duisburger Filmwoche, International Media Art Biennale WRO, Wroclaw, Image Forum Festival in Tokio, Centre Pompidou in Paris, ICA in London, New Museum in New York, Moderna Museet in Stockholm, Museo de Bellas Artes in Caracas, Serralves Museum of Contemporary Art in Porto und MAMbo—Museo d’Arte Moderna di Bologna.

2002 gewann Ressler den ersten Preis des International Media Art Awards des ZKM.

Eine Retrospektive seiner Filme fand 2013 im Centre d’Art Contemporain in Genf statt.

Für die Taipei Biennale 2008 kuratierte Ressler eine Ausstellung zur Anti- Globalisierungsbewegung, A World Where Many Worlds Fit.
Die Wanderausstellung über die Finanzkrise, It’s the Political Economy, Stupid, die Ressler zusammen mit Gregory Sholette kuratierte, war seit 2001 bereits an acht verschiedenen Orten zu sehen; unter anderem im Centre of Contemporary Art in Thessaloniki, im Pori Art Museum in Finnland, in der Gallery 400 in Chicago und in der Galerija Nova in Zagreb.
Das Buch It’s The Political Economy, Stupid: The Global Financial Crisis in Art and Theory wurde 2013 im Verlag Pluto Press veröffentlicht.

Als Projektleiter arbeitet Ressler zusammen mit Ines Doujak an Utopian Pulse – Flares in the Darkroom, einem Forschungsprojekt, das vom Österreichischen Wissenschaftsfond (AR 183-G21) unterstützt wird. In Zusammenarbeit mit einer Gruppe von KünstlerInnen und KuratorInnen verwirklicht Ressler im Laufe des Jahres 2014 eine Reihe von Ausstellungen und Bannern für die Secession Wien.

Weitere Informationen:
www.ressler.at

What Is Democracy?
Termine: Montag, 23. Mai 2016 - Sonntag, 29. Mai 2016
Ort: -Haus 22, Foyer im 1. OG

Was ist Demokratie?
Termine: Sonnabend, 05. September 2015 : 19:00 - 21:00
Ort: -Radialsystem V, Deck